Sie sind aus dem deutschen Alltag nicht mehr wegzudenken: Plattformen, auf denen man privat und kostenlos Dinge verschenkt, verkauft oder tauscht. Ob nach dem Umzug, dem Nachwuchs, der Trennung oder einfach nur, weil der Keller wieder einmal überquillt – kaum etwas verschwindet so schnell kostenlose Kleinanzeigen wie eine gut gemachte „Zu verschenken“-Anzeige. Hier kommt die aktuelle, ausführliche Übersicht für 2025.
Die Top-Plattformen im direkten Vergleich
- Kleinanzeigen (ehemals eBay Kleinanzeigen)
Immer noch die unangefochtene Nummer 1. 45–50 Millionen monatliche Nutzer, perfekte App, Suchfunktion nach Umkreis bis auf 2 km genau. Private Anzeigen sind zu 100 % kostenlos – egal ob 1 € oder „Zu verschenken“. Seit 2025 gibt es einen grünen „Zero-Waste-Button“, der reine Verschenke-Anzeigen nach oben sortiert. - Facebook Marketplace & lokale Gruppen
Besonders stark in Städten unter 100.000 Einwohnern. Gruppen wie „Zu verschenken + Verkaufen Düsseldorf und Umgebung“ (über 120.000 Mitglieder) oder „Kostenlos abgeben Stuttgart“ sind echte Goldgruben. Innerhalb von 10 Minuten kann ein Kinderbett weg sein. - Vinted
Längst nicht mehr nur Kleidung: Spielzeug, Bücher, Handys, Deko, sogar kleine Möbel. Die neue „Kostenlos verschenken“-Funktion (seit Sommer 2024) macht es möglich, dass der Empfänger nur das Versandlabel zahlt – für dich als Verschenker bleibt alles gratis. - Nebenan.de
Die seriöseste Plattform. Man muss seine Wohnadresse verifizieren, dadurch gibt es kaum „Abholer“ aus 150 km Entfernung. Ideal für Menschen, die Wert auf echte Nachbarschaft legen. - Spezial-Portale nur für Verschenken
- weg-gegen-gratis.de
- verschenken-gratis.de
- trashnothing.com
- gratis-inserieren.de
- die kostenlose App „FreeYourStuff“
Hier gibt es keine Preisangaben und keine Verhandlungen – nur „will ich haben“.
Das geht 2025 garantiert innerhalb von Stunden weg
- Bananenkartons und stabile Umzugskartons
- Babykleidung und -ausstattung (besonders 56–86)
- Alles von Lego, Playmobil, Puppen, Holz-Eisenbahn
- Funktionsfähige Waschmaschinen und Trockner
- Sofas (ja, wirklich – wenn EG oder Aufzug vorhanden)
- Fahrräder und Kinderfahrräder
- Zimmerpflanzen (vor allem große Monstera, Ficus, Palmen)
- Hanteln, Yogamatten, Crosstrainer aus dem Corona-Boom
- Gläser, Vasen und Deko nach Hochzeiten und Taufen
- Schulranzen und Federmäppchen vor den Sommerferien
Die 10 Gebote für die perfekte kostenlose Anzeige
- Titel mit System
„Zu verschenken: IKEA Pax Schrank 2 m weiß, zerlegt – München Sendling, EG, nur Samstag 10–14 Uhr“ - Mindestens 6–10 gute Fotos
Tageslicht, sauberer Hintergrund, Maße mit Zollstock, Mängel offen zeigen. - Ehrliche, aber freundliche Beschreibung
„4 Jahre alt, normale Gebrauchsspuren, aus tierfreiem Nichtraucher-Haushalt, war im Gästezimmer.“ - Genauer Stadtteil + Stockwerk + Parken
„Berlin-Prenzlauer Berg, 4. OG mit Fahrstuhl, Parken direkt vor der Tür möglich.“ - Klare Abholzeiten
„Nur Freitag 16–20 Uhr oder Samstag 9–13 Uhr – bitte nur ernsthaft Interessierte.“ - Bei Massenandrang: Losverfahren
„Bitte bis 18 Uhr in die Kommentare: Name + ‚Ich‘ + PLZ. Danach lose ich aus und melde mich nur beim Gewinner.“ - Keine Adresse vor fixer Zusage
Erst wenn der Termin steht, die genaue Hausnummer rausrücken. - „Selbstabholung“ groß schreiben
Versand bei kostenlosen Sachen wird fast nie akzeptiert. - Schnell antworten
Die ersten 10–20 Minuten nach Veröffentlichung entscheiden alles. - Nach der Abholung: Anzeige löschen oder als „weg“ markieren
Spart Nerven für alle Beteiligten.
Sicherheit 2025 – das solltest du unbedingt beachten
- Große/teure Sachen nie allein in der Wohnung übergeben
- Öffentliche Plätze oder die eigene Einfahrt bei Tageslicht wählen
- Bei Möbeln: „Nur mit Transporter und zwei Personen“
- „Kurier schicken“-Anfragen immer ablehnen – das ist fast immer Betrug
- Kinder oder Partner dabei haben, wenn viele Fremde kommen
Rechtliches schnell geklärt
- „Zu verschenken“ oder „ohne Garantie“ = keine Sachmängelhaftung
- Privatverkäufe unter 600 € Gewinn pro Jahr sind steuerfrei
- Sperrmüll sparen: Viele Städte und Landkreise gewähren Rabatt, wenn man nachweisen kann, dass man zuerst versucht hat zu verschenken
Der Nachhaltigkeits-Effekt
Das Umweltbundesamt beziffert die CO₂-Einsparung durch Secondhand und Verschenken 2025 auf über 1,5 Millionen Tonnen jährlich – das entspricht dem Verbrauch von 300.000 Mittelklasse-Autos. Gleichzeitig entstehen echte zwischenmenschliche Momente: Die meisten Verschenker berichten von netten Gesprächen, Kaffee-Einladungen oder sogar neuen Freundschaften.
Fazit: Verschenken macht doppelt glücklich
Kostenlose Kleinanzeigen sind das beste Beispiel dafür, wie einfach nachhaltiges Leben sein kann. Du schaffst Platz, sparst Geld (oder verdienst welches), hilfst der Umwelt und machst gleichzeitig jemanden anderen happy.
In Deutschland 2025 braucht niemand mehr Dinge wegzuwerfen, die noch gut sind. Ein paar Fotos, drei Sätze und schon steht der nächste dankbare Abholer vor der Tür – oft mit einem Stück Kuchen oder einem breiten Lächeln als Dankeschön.
Also: Schrank auf, Kamera an, Anzeige raus – und innerhalb von Stunden ist wieder Platz für Neues.
Oder für gar nichts. Minimalismus war noch nie so einfach – und so kostenlos.